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Im Dezember 1992 wurde der 22.März eines jeden Jahres von den Vereinten Nationen zum "Tag des Wassers" ("Weltwassertag - Day for Water") erklärt. Ausschlaggebend war die Agenda 21, die von der Konferenz der Vereinten Nationen über Umwelt und Entwicklung (United Nations Conference on Environment and Development UNCED) im Juli 1992 in Rio de Janeiro beschlossen wurde. Wie bekannt, haben viele Millionen Menschen kein Zugang zum sauberen Wasser. Die Vereinten Nationen rufen alle Menschen dieser Erde dazu auf, dass mögliche zu tun, damit allen Menschen sauberes Wasser zur Verfügung steht.
Wasser ist eine lebensnotwendige Ressource doch sie wird knapp. Schon heute lebt mehr als ein Fünftel der Weltbevölkerung ohne Zugang zu sauberem Wasser. Mehr als doppelt so viele verfügen über keine hinreichende Abwasserentsorgung. Weltweit werden nur fünf Prozent der Abwässer gereinigt. Verschmutztes Trinkwasser ist jedoch immer noch Krankheits- und Todesursache Nummer eins.
Wasserknappheit und Wasserverschmutzung werden zum zentralen Problem des 21. Jahrhunderts: Nach Schätzungen der UN könnten 2025 bis zu 5,4 Milliarden Menschen davon betroffen sein. In der Folge wird auch die Zahl der Konflikte und Kriege um Wassernutzung ansteigen.
Tatsächlich sind über zwei Drittel der Erdoberfläche sind von Wasser bedeckt. Doch nur 2,5 Prozent sind genießbares Süßwasser. Davon wiederum sind nur 0,014 Prozent für den Menschen zugänglich. Der Rest ist als Polareis oder als Gletschermasse gefroren bzw. tief in der Erde als fossiles Grundwasser verborgen.
Die globalen Wasservorräte sind also begrenzt. Steigt die Weltbevölkerung wie vorhergesagt weiter, werden sich Mitte dieses Jahrhunderts fast doppelt so viele Menschen dieselbe Menge Wasser teilen müssen. Der weltweite Wasserverbrauch hat sich jedoch schon in den letzten 100 Jahren verzehnfacht. Bei uns ist Wasser im Überfluss vorhanden. Doch das ist keine Selbstverständlichkeit. Schon heute haben 1,1 Milliarden Menschen in über 29 Ländern keine verlässliche Versorgung mit sauberem Trinkwasser.
Die kostbare und unersetzbare Ressource ist nämlich höchst ungleich verteilt: Zwei Drittel der Gesamtbevölkerung der Erde lebt in Regionen, auf die nur ein Viertel der globalen Niederschlagsmenge entfällt. Während in den Industriestaaten jede Person täglich bis zu 700 Liter Wasser verbraucht, stehen in den Ländern südlich der Sahara durchschnittlich weniger als 20 Liter zur Verfügung.
Die globalen Erwärmung wird besonders die Menschen in den Entwicklungsländern treffen: Ein verstärktes Auftreten von Stürmen, sintflutartiger Regen und das Ansteigen des Meerwasserspiegels werden dazu führen, dass immer wieder Siedlungen und Ackerland und damit die Lebensgrundlage vieler Menschen vernichtet werden. Mühsam aufgebaute Infrastruktur, Straßen, Bewässerungsanlagen, Einrichtungen zur Wasserversorgung und zur Schmutzwasserentsorgung werden zerstört, Entwicklung um Jahre zurückgeworfen.

Wasser und Brot gehören zusammen
Heute ist die Landwirtschaft die weltweit größte Wasserkonsumentin. Als Faustregel gilt, dass für die Produktion von 1kg Brot mindestens 1000 Liter Regen- bzw. Bewässerungswasser gebraucht werden. Um 1kg Reiskörner zu ernten, sind die Bauern der Tropen sogar auf 5000 Liter angewiesen. In den Ländern des Südens fließen bis zu 90 Prozent des vom Menschen genutzten Wassers in die Nahrungsmittelproduktion. Der ausreichende Zugang zu Wasser nimmt daher in der Entwicklungshilfe eine Schlüsselposition ein.
Traditionelle Bewässerungslandwirtschaft bedeutet oftmals Ineffizienz und Verschwendung. 60 Prozent des Wassers gelangen nicht an die Pflanzen. Defekte Bewässerungssysteme, veraltete Leitungsnetze, nicht angepasste Technologien lassen das Wasser mitsamt der Düngemittel und Nitrate ungenutzt abfließen, versickern oder verdunsten. Die Folge: Versalzung und Bodenerosion. Bisher fruchtbares Ackerland geht verloren.
Wo es an Regenwasser zur Bewässerung mangelt, greifen die Menschen oft auf fossiles Grundwasser zurück. Entwaldung, Überweidung und Versalzung verhindern gleichzeitig, dass ausreichend Wasser in das Erdreich zurückgelangt: Der Grundwasserspiegel sinkt, Seen und Flüsse trocknen aus. Rund sechs Millionen Hektar Land degenerieren jährlich zur Wüste.
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